Warum ich nicht ans Telefon gehe

Das spricht mir aus dem Herzen: 7 Gründe, warum ich meist nicht ans Telefon gehe und selten jemanden einfach anrufe. Tatsächlich habe ich seit einigen Jahren die Telefon-Mailbox abgestellt, das Handy ist immer auf lautlos und meine Geschäftspartner wissen: ich bin nicht immer erreichbar. Ich mache Telefontermine, denn ich finde es a) unhöflich, jemanden aus seiner Situation heraus zu reißen und b) erwarte ich genau den Respekt vor meiner Zeit von allen anderen. Ich stelle aber fest: die wenigsten Menschen agieren so und sind verwundert über meine „Nicht-Erreichbarkeit“ per Telefon. Sie erwarten die synchrone Sofort-Kommunikation, während ich bevorzugt asynchron kommuniziere, weil es mir wichtig ist, bewusst, konzentriert und ungestört im Moment zu sein.

Mein bevorzugtes Kommunikationsmedium ist die Mail, genau aus den Gründen im Artikel: „leave a trace“. Ich treffe so viele Menschen und habe am Tag mehr Themen auf dem Tisch, als meine Hirn-Speicherkapazität her gibt 😉

Und dann wieder wundern sich die meisten: zum einen beantworte ich wirklich jede Mail, weil ich auch das als respektvoll anderen gegenüber empfinde und zum anderen bin ich dabei meist sehr schnell. Denn es geht nicht darum, NICHT zu kommunizieren, sondern mit Respekt vor der Zeit des anderen zum richtigen Zeitpunkt.

Zeitsouveränität ist ein sehr hohes Gut. Sie ist meine Effektivitäts-Wunderwaffe und macht mich glücklich. Vielleicht sollte ich nächstes Mal, wenn mich jemand fragt:„Wie schaffst Du das alles?“ einfach antworten: „Ich gehe nicht ans Telefon.“ 🙂

Lest meinen Blogbeitrag zum Thema Zeitsouveränität, vielleicht hilft es Euch, auch einfach mehr von dem zu tun, was Euch wichtig ist.