Tipps, wie du der Ablenkung entgehst und das Digitale für dich nutzt

In Episode 22 ging es um “Fokus finden” mit Hilfe der Eisenhower Matrix. Hör hier rein oder lies dir die Folge durch.

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———– Der Podcast zum lesen ———–

Episode 33 – Chancendenken – Von digitaler Ablenkung zu Effizenz – 11.08.20, 11.13.mp3

[00:00:00] Heute geht es darum, wie du aus digitaler Ablenkung Effizienz machst. Herzlich willkommen im Podcast Chancendenken, wie wir die Zukunft leben wollen. Das ist Episode 33, wie du aus digitaler Ablenkung Effizienz machst. Ich bin Andera Gadeib, Autorin, Digitalunternehmerin und Online-Enthusiastin. Meine Passion ist es, die Zukunft zu gestalten, digital und analog, immer für den Menschen. Wenn du auch Spaß daran hast und wissen willst, wie du das anpacken kannst, dann hör hier rein. Danke, dass du dir die Zeit nimmst. Los geht’s.

[00:00:49] Ich hab letzte Woche über Zeitsouveränität gesprochen und warum es das höchste Gut ist, wenn wir selbst Herr unserer Zeit sind. Und im Nachgang und bei der Überlegung, was ich daran anschließen lass, hatte ich eigentlich ganz andere Themen im Kopf. Und dann dachte ich: du müsst das noch mal vertiefen. Denn die Frage ist ja schön.

[00:01:12] Ich möchte gerne mein eigener Zeitsouverän sein, und es gibt auch eine Menge Tipps zu Zeitmanagement, Ansätze und Tools. Aber es geht ja um die konkrete Umsetzung. Ich wollte euch an einem Fakt teilhaben lassen, der mir einfach irgendwann total bewusst geworden ist. Und vielleicht hilft es ja auch dir. Denn das Digitale bietet Ablenkung ohne Ende. Also überall tickern Nachrichten auf digitalen Kanälen. Es wird ja auch gerne verteufelt deswegen. Davon halte ich nichts. Denn die Frage ist, wie wir damit umgehen. Ich bin ja fest davon überzeugt, dass wir es selbst in der Hand haben. Und das gestalten, das Digitale oder unser Leben mit dem Digitalen gestalten können, aber eben auch sollen, müssen. Es bietet also ganz viel Ablenkung, aber eben auch ganz viel Potenzial für Effizienz. Also wie wir mit weniger Zeit die Dinge geschafft bekommen. Und wenn ich von Effizienz rede, dann sträuben sich mir eigentlich immer so ein bisschen die Haare.

[00:02:14] Weil Effizienz kann man ja auch so verstehen, dass wir uns alle ins Hamsterrad setzen und noch schneller laufen, also mehr geschafft kriegen, indem wir schneller laufen. Das meine ich damit nicht. Sondern die Frage, wie wir vielleicht auf Dinge verzichten, mit denen wir unsere Zeit verbringen, verplempern möglicherweise, ein Bewusstsein dafür schaffen. Und Effizienz in dem Sinne in unseren Tag bringen, dass wir lernen, diese digitalen Tools richtig für uns zu nutzen. Einen Weg zu finden, wie sie uns helfen. Wie sie uns tatsächlich Zeit schenken, am Ende des Tages. Ich bin fest davon überzeugt, dass das geht, und mach das auch grad selbst durch. Ich habe es schon mal angekündigt, ganz kurz. Ich bereite gerade was Großes, Neues vor. Im Bereich der Online-Kurse.

[00:03:04] Und wenn du etwas Neues machst, brauchst du natürlich Zeit für die Konzeption. Es ist ganz klar was Strategisches. Wenn wir nochmal in die Eisenhower Matrix denken, die das Wichtige und das Eilige trennt. Also was wichtig und eilig ist, das machst du sofort, das machst du auch selbst. Und danach sollst du dich auf das Wichtige konzentrieren. Da habe ich auch eine Folge zu gemacht, verlinke ich gerne. Und deswegen gehe ich jetzt nicht mehr im Detail darauf ein.

[00:03:31] Aber die Frage ist ja: Wie finde ich denn die Zeit für das Wichtige? Weil das Eilige klopft ja die ganze Zeit. Da tickern Nachrichten hoch auf allen möglichen Kanälen. Wie schaffe ich es, mich auf das Wichtige zu konzentrieren?

[00:03:42] Und du kennst das vielleicht? Du hast dir am Morgen viel vorgenommen, hast dir vielleicht deine To do Liste geschrieben. Und wenn du dann abends deinen Schreibtisch verlässt, hast du das Gefühl, du hast nichts geschafft. Oder es fühlt sich zumindest so an, als hättest du nichts geschafft. Ich kenne es zu gut und arbeite da eigentlich ständig dran. Ich kann mich ja nicht komplett davon freimachen. Aber ich habe ein paar Tipps für dich, die dir vielleicht auch helfen, das du abends zufrieden deinen Laptop, deinen Schreibtisch verlässt und nicht diesem Gefühl erlegen bist, Du hättest nichts geschafft. Oder womöglich tatsächlich so viel Ablenkung hattest und so viel Störung am Tag, dass du das Wichtige, für dich Wichtige, nicht geschafft hast. Letzte Woche habe ich kurz darüber gesprochen, dass ich mir inzwischen so eine Struktur gebe. Das ist auch eine Empfehlung, eine grobe Struktur am Tag zu haben. Warum sag ich das nochmal? Gestern war im Handelsblatt eine Statistik darüber, dass in Corona-Zeiten mehr Meetings stattfinden, virtuell. Und das einzelne Meeting dauert auch etwas kürzer. Aber es wird sich noch mehr gemeetet, noch mehr getroffen. Und Meetings sind eigentlich so ein typischer Zeitfresser am Tag.

[00:04:57] Ich erleb es viel bei bei Kunden, die in großen Konzernen unterwegs sind. Die sind teilweise den ganzen Tag in Meetings absorbiert und kommen abends erst zum Arbeiten. Ich glaube, das hält keiner richtig durch. Und ich bin der Meinung, da braucht es eine Änderung. Und ich werde gleich noch ein Beispiel geben, was ich eine schöne Meeting-Kultur finde oder eine Regel der Meeting-Kultur, die man hier einführen könnte.

[00:05:23] Aber fangen wir vorne an. Viel Ablenkung, habe ich gesagt im Digitalen. Das sind vor allem diese vielen kleinen Snippets, die uns erreichen und eine wunderbare Ablenkung sind. Die Welt ist voll davon. Sei es, dass du in Social Media bist und dich dort verlierst, was ja manchmal ganz schön und entspannend sein kann. Wenn aber auf der anderen Seite deine Todos an dir nagen und sagen “Nimm dir Zeit für mich”, dann ist das natürlich eher schlecht, wenn wir unsere Zeit dort vertrödeln. Genauso ist es in der Mailbox, wo Dinge auf dich zukommen und erledigt werden wollen, Anfragen oder anderes, die nur du beantworten kannst. Oder auch Kanäle, auf denen du arbeitest. Warum machen wir das? Warum verweilen wir so in diesen lauten Digitalkanälen? Ich bin überzeugt, weil unser Belohnungssystem auch getriggert wird, wann immer wir was erledigt haben, was Kleines. Vielleicht einen Kommentar abgegeben haben, eine Mail beantwortet haben. Dann fühlt sich das erstmal im Moment gut an. Weil wir haben etwas erledigt. Das Belohnungssystem schießt und sagt “Gut gemacht, gut gemacht”. Nur kann ich das nicht den ganzen Tag so durchhalten, weil nur mit den ganzen kleinen Dingen verweile ich dann nur im Eiligen und, wie ihr schon wisst, nur mit dem Eiligen bin ich auf der falschen Spur. Denn das Wichtige, Strategische bleibt liegen.

[00:06:46] Also drei Empfehlungen. 1. Gib deinem Tag eine grobe Struktur. Ich habe letzte Woche eine ganze Folge dazu aufgenommen, nämlich, dass ich beispielsweise jetzt vormittags nur noch das Proaktive mache, also das Gestaltende. Wo ich selber entscheide, womit beschäftige ich mich? Ich mache keine Mailbox auf, vermeide Social-Media, und erst mittags mache ich all die Kanäle auf, wo Dinge auf mich warten, nur darauf warten, von mir beantwortet zu werden. Das funktioniert bei mir sehr gut. Vielleicht ist das auch für dich eine Struktur. Probiers mal aus. Ich glaube, nichts geht über Probieren, ob’s das Richtige ist? Vielleicht ist für dich eine andere Struktur besser oder ein Pomodoro-Timer wo du deine Zeit-Slots einteilst. Probiers aus oder gib deinem Tag eine grobe Struktur, damit du zu dem Wichtigen kommst.

[00:07:35] Dann ist meine Empfehlung: Prüfe immer wieder, was tut dir gut? Ich habe vor einigen Monaten so richtig gespürt und wahrgenommen, dass mir das viele Social Media nicht gut tut. Ich bin darin versunken, und irgendwann habe ich gar nicht mehr so richtig wahrgenommen, dass ich echt schlechte Laune bekommen habe. Davon, dass ich so so fremdgetrieben von den verschiedenen Storys, die da so auf einen rein prasseln. Und ich habe zwei Dinge gemacht: Zum einen habe ich angefangen zu posten, ohne zu lesen. Auch das geht. Also einfach mal, wenn du das Gefühl hast, du hast was Interessantes: teile es gerne mit der Welt, schau vielleicht auch ein paar Tage später wieder rein, aber verlier dich nicht in dem Medium. Und ich habe unglaublich viel abbestellt. Und das mache ich bis heute. Sowohl e-mail-Newsletter, wo ich mich frage, warum ich mich da mal irgendwann eingetragen habe. Vielleicht haben die auch einfach ihre Inhalte geändert mit der Zeit, oder ich habe mich geändert, dass mich das nicht mehr interessiert. Ich klick heute noch täglich auf das Abbestellen ganz unten in den diversen Mails, die ich bekomme. Und das Gleiche tue ich in Social Media, wenn die Inhalte einfach nicht relevant sind. Man kann ja wunderbar seinen Stream auf sich und seine vielleicht auch geänderten Interessen anpassen. Und das genieße ich total. Sodass man nicht passiv nur konsumiert, sondern auch aktiv gestaltet. Und dann kann es auch wieder ein Genuss sein. Wenn ich auch immer wieder im Blick habe: tut es mir gut. Also bin ich da jetzt nicht in so nem Sog, wo ich passiv irgendwie reingezogen werde. Horch einfach mal in dich rein. Natürlich tut’s gut, auch Freunde zu treffen, im Austausch zu sein. Gerade auch professionell, halte ich es für unabdingbar. Es wäre keine Lösung zu sagen, ich mache kein Social Media, das ist alles negativ. Das ist es natürlich nicht. Aber es ist dein Umgang damit. Auch, dass du deinen Tag und deinen Umgang mit Social Media aktiv gestaltest. Darauf kommt es an.

[00:09:25] Und der dritte Punkt: Prüfe immer wieder, bei allem, was du tust, wie ist eigentlich der “Return on Time invested”? Also was kriegst du zurück für die Zeit, die du investiert? Und nochmal zurück kommend auf das Thema: Die Meetings sind hochgegangen, mehr digitale Meetings in der realen Welt vor Corona und vielleicht auch irgendwann wieder nach Corona. Ist der Tag auch schon sehr durch Meetings gefüllt gewesen oftmals. Wir haben bei uns in der Firma beispielsweise nahezu alle Meetings abgeschafft. Weil wir festgestellt haben, wir brauchen die nicht. Es ist viel besser zu zweit in Austausch zu gehen. Und es sind ganz, ganz wenige. Ich habe zwei Meetings in der Woche sind übrig geblieben, von viel mehr. Und es funktioniert wunderbar, weil wir alle den Kopf frei haben und die Zeit für die Dinge nutzen können, die auf dem Tisch liegen und bearbeitet werden wollen. Und ich habe dann eingeführt: das Prinzip der zwei Füße, was ich kürzlich gelernt habe. Wenn du das Gefühl hast, du kannst bei einem Meeting nichts mehr beitragen oder du störst einfach, dann geh. Und wenn das ein allgemeines Prinzip ist im Unternehmen, dann kann das super funktionieren. Ich mache das schon sehr lange, was ich auch eine Zeitlang ganz schön “chefig” fand. Als Chef kannst du dich entscheiden, wo du rein gehst, wo du raus gehst. Aber wenn es ein gelebtes Prinzip ist, dann gewinnt jeder Lebens- und Arbeitszeit. Und ich finde es einfach wunderbar. Du musst das offen ansprechen und dann auch leben. Ich habe es auch letzte Woche gehabt, in einem virtuellen Meeting. In einem Projekt, wo wir uns gerade alle zusammenfinden. Sehr großes, sehr langes Projekt, wo einer der Partner dann sagte: Ich mache mich jetzt vielleicht unbeliebt. Aber ganz ehrlich, die Inhalte der letzten 15 Minuten waren uninteressant für mich. Und er hatte recht. Es ging um Marketing und Kommunikation, wo wir im Lead sind mit einem anderen Partner. Und die anderen beiden, die waren da aber gar nicht involviert. Wir haben uns vorgenommen, also Lösungsansatz, wir machen eine Agenda. Das, was alle interessiert, kommt an den Anfang. Und danach dürfen andere den Raum verlassen, den virtuellen im Moment, um sich wieder ihren Dingen zu widmen. Der hat sich überhaupt nicht unbeliebt gemacht, sondern er hat geholfen, dass wir gemeinsam effizienter miteinander arbeiten. Das ist ein unglaublich großer Wert, wenn man das offen anspricht und dann gemeinsam lernt aus der Situation heraus. Und es verbessert, für alle verbessert.

[00:11:40] So viel wir heute zum Nachdenken, zum Umsetzen. Nochmal die drei Punkte kurz gefasst.

[00:11:46] 1. Gibt bei einem Tag eine grobe Struktur, innerhalb derer du dich dann frei bewegen kannst.

[00:11:53] 2. Hör in dich rein, wie viel dir guttut von Social Media und digitalen Kanälen. Die Buddhisten machen das so, dass immer wieder mal eine Glocke läutet, die klingelt, und dann überlegst Du. Hältst kurz inne, bist achtsam, was du in dem Moment machst. Überprüfst, ob das die richtige Richtung einnimmt oder ob du etwas ändern möchtest.

[00:12:12] 3. Und das dritte: prüfe den “Return on time in invested” für dich ganz persönlich und verbessere die Situation, die Prozesse, in denen du steckst. Für dich und auch für alle anderen, die mit involviert sind.

[00:12:25] So viel für heute. Ich danke dir, dass du dir die Zeit genommen hast, und freue mich, wenn du auch nächste Woche wieder dabei bist. Wenn hier eine Chance für dich darin liegt, wie du mit dem digitalen umgehst, es aktiv gestaltest, für dich und deinen Arbeitstag. Dann leg doch einfach los. Mach einfach mal. Ich freue mich sehr, von dir zu hören, was du probiert hast und wie es gelungen ist. Schreibt mir gerne eine Mail auf meiner Website. Und wenn du Lust hast, mehr davon zu hören und auch mitzubekommen, wenn mein Kurs losläuft – der erste wird kostenlos sein – dann trag dich in meine Liste ein auf meiner Seite. Ich verlinke dich in den Shownotes und freue mich, dich dann auch dort zu sehen und dir die aktuellsten News in die Mailbox schicken zu können.

[00:13:10] Erzähle gern Freunden davon, die im Tages-Hamsterrad gefangen sind und denen der Tipp vielleicht hilft. Leite gern die Folge weiter. Und vielleicht können wir uns so alle in effizientere, glücklichere Arbeitstage hinein entwickeln. Vielen Dank und bis bald. Tschüss.

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