Die Art, wie wir in Kontakt kommen und bleiben hat sich ganz grundlegend verändert

Ich spreche über die alte Welt und neue Welt – gerade im Netzwerken

Lustig, denn die Diplomarbeit von damals kann man tatsächlich noch bei Amazon kaufen. Die Ergebnisse sind allerdings eher historisch bedeutsam 😉

Bernad Batinic

gir-l – German Internet Research List

Die Netzwerkbooster findet am Freitag, 09.10.20 online statt. Meld dich an.

Dialego

LinkedIn
Xing

4W Formel

  • was > relevanter Nutzen
  • wer > Marke
  • wann > Zeitpunkt
  • warum > Begeisterung im Kundenfeedback

Die Gespräche mit Motoki:
#38 Sinn im Digitalen I
#39 Sinn im Digitalen II

Und jetzt ab zum Superkräftekurs und Zeit gewinnen fürs Wesentliche 🙂

———– Der Podcast zum lesen ———–

Episode 41 – Chancendenken – Netzwerken, jetzt anders – 07.10.20, 12.34.mp3

[00:00:00] Heute geht es um Netzwerken mal anders. Herzlich willkommen beim Podcast Chancendenken, wie wir die Zukunft leben wollen. Das ist Episode 41 Netzwerken mal anders. Ich bin Andera Gadeib, Autorin, Digitalunternehmerin und Online-Enthusiastin. Meine Passion ist es, die Zukunft zu gestalten. Digital und analog. Immer für den Menschen. Wenn du auch Spaß daran hast und wissen willst, wie du das anpacken kannst, dann hör hier rein. Danke, dass du die Zeit nimmst. Los geht’s.

[00:00:47] Heute will ich übers Netzwerken sprechen. Warum? Weil ich früher immer so ein bisschen dachte: Ach, netzwerken und dieses online netzwerken. Lass mal die anderen machen. Und ich glaub, Corona dreht mal gerade alles auf links und hat uns alle vor die Bildschirme gebannt. Also wir sitzen nahezu alle, die so in klassischen Jobs sind, wo auch vorher schon viel Bildschirmarbeit zu tun war, jetzt oftmals isoliert – viele im Homeoffice – vor den Bildschirmen. Und sind so in Kontakt. Mit den Menschen, mit denen wir sowieso zu tun haben, mit denen wir zusammen arbeiten. Aber die Frage ist ja, der Zustand hält jetzt schon einige Monate an, wo geht das eigentlich hin? Und wenn wir mal die Monate Revue passieren lassen, es ist ja über ein halbes Jahr inzwischen, dann finden heute nicht mehr die ganzen Konferenzen statt. Die vielen persönlichen Treffen. Wenn ich so zurückdenke an mein Business Leben der letzten 20 Jahre, dann war ich unglaublich viel unterwegs. Also, ich habe viel Zeit mit Reisen verbracht, aber auch viel Zeit vor Ort. Bin auf einige bekannte Menschen getroffen bei den Veranstaltungen, habe viele neue kennengelernt. Dann tauschte man Visitenkarten aus und ist so verblieben: Lass uns mal in Kontakt bleiben. Was im professionellen Umfeld heißt: auf den Social-Media-Kanälen, die es im Business so gibt. Früher noch mehr Xing, heute würde ich sagen fast nur noch LinkedIn. Komme ich aber auch am Ende nochmal drauf.

[00:02:29] Und vielleicht ist es ganz interessant, wenn wir über Netzwerke sprechen. Also der Kern des Digitalen. Das Vernetzen mit Bits und Bytes geht nicht nur technisch, sondern auch von Mensch zu Mensch. Dann ist es ganz spannend, so auf die privaten Social-Media-Kanäle zu schauen und die Frage: was machen wir eigentlich da? Und was nutzen die uns? Unterm Strich würde ich sagen, wir bleiben mit Menschen in Verbindung. Wir lernen vielleicht auch ein paar neue Menschen kennen und bleiben dann über den digitalen Kanal in Verbindung. Es gibt eine Menge Menschen, die ich tatsächlich erst digital kennengelernt habe, weil wir auf den gleichen Themen unterwegs sind, spannend fanden, gegenseitig, was wir so machen und was wir Online davon erzählt haben. Und den einen oder anderen hab ich dann Jahre später persönlich kennengelernt. Und es war einfach total toll, weil man das Gefühl hatte, man kennt sich wirklich schon ein bisschen.

[00:03:23] Das erste Mal ist mir das tatsächlich passiert – schon lange, lange zurück liegt es -, als ich im Jahr 95, Ende 95 meine Diplomarbeit geschrieben habe zur Online-Marktforschung. Da bin ich damals in die USA gegangen und habe so eine kleine Studie gemacht, habe das Kaufverhalten untersucht der Deutschen gegenüber den Amerikanern. Im sogenannten World Wide Web. Kannte da drüben jeder, hier so gut wie keiner. Aber das ist eine Geschichte am Rande. Da gab es, in den Jahren entstand eine Mailingliste. Früher war das WWW noch nicht so bekannt, heute nur noch das Web, das Internet. Und diese Mailingliste zu Online-Marktforschung war geprägt vom wissenschaftlichen Umfeld. Und ich weiß noch ganz genau, über diese Mailingliste hab ich unglaublich viel an Recherche machen können. Hab Fragen reingestellt. Eine ganz aktive Community. Überall verteilt Deutschland, Österreich vor allem, das war eine deutschsprachige Liste. Die gir-l German Internet Research List, das weiß ich noch wie heute. Und es gibt einen Menschen, den Bernad Batinic. Den kannte ich, also der ist Initiator von dieser Liste gewesen. Damals an der Uni in Göttingen war er, glaube ich, heute ist er in Österreich, hat diese Liste initiiert. Und Bernad war immer so mein Gesprächspartner wenn ich irgendeine Frage hatte und dann eben auch die anderen in dieser Liste. Und Bernad hab ich dann Jahre später das erste Mal kennengelernt und wir kannten uns irgendwie über diese Mailingliste. Wir sind bis heute befreundet tatsächlich. Nicht nur inhaltlich im Markt verbunden. Wir sehen uns super selten, aber wenn wir uns sehen, dann ist das total schön. Und ich glaube, davon machen wir – heute natürlich nicht mehr auf so altmodischen Mailinglisten, ist ja auch echt lange her, Mitte der Neunziger – heute machen wir diese Erfahrung in Social Media. Und auch im privaten Social Media Bereich. Sei es Facebook, WhatsApp, was auch immer für Kanäle du verwendest, du bist den Menschen dort sicher nah. Entweder weil du ihnen schon vorher nahe warst. Aber man kommt sich, man lernt sich einfach besser kennen über den Austausch. So, jetzt beschäftigen wir uns in diesen neuen Zeiten, wo wir derzeit nicht viel reisen können und vielleicht auch in Zukunft gar nicht mehr so viel reisen wollen – so geht’s mir zumindest – beschäftigen wir uns mit neuen Formaten. Es gibt viele Online-Konferenzen, Hybrid Formate. Und bei mir ist es so: Ich war heute noch in einer Städtebau-Konferenz #Neuland und war da auch aktiv in so einem Advisory Board mit unterwegs. Morgen gehts um Digital Kultur auf einer Konferenz, wo ich beteiligt bin und Freitag spreche ich zum Thema Netzwerken. Wie passend. Verlinke ich auch gerne in die Shownotes. Und vielleicht von mir noch: Ich bin aktuell in Quarantäne. Nicht weil ich Corona positiv getestet bin, sondern weil ich auf das Testergebnis warte. Unglaublich lang dauert das. Donnerstag hab ich den Test gemacht, heute ist Dienstagabend und hoffentlich morgen kriege ich das Ergebnis (Anmerkung: Beim Schneiden kam dann endlich das Ergebnis und ist zum Glück negativ :)). Also wenn du ans Zuhause gebunden bist, noch nicht mal vor die Tür kannst zum Einkaufen, dann ist digital netzwerken nochmal wichtiger.

[00:06:32] Also die Frage: Wie wird es in Zukunft aussehen? Und du kennst das schon, wenn du einige Podcasts von mir gehört hast, dass ich gerne mit unserer 4W-Formel da drauf schaue.

[00:06:43] Wenn ich wir sage, dann ist es ein Ergebnis einer großen Forschung, die wir gemacht haben mit meiner Firma Dialego. Nämlich nach den Erfolgsfaktoren von Innovationen. Und wenn wir jetzt mal darauf schauen, dass die Konferenz von morgen oder das Netzwerken von morgen die Innovation sein soll, dann ist ja die Frage Was sind die Erfolgsfaktoren?

[00:07:05] Das Wichtigste, die wichtigste Kategorie, das Wichtigste W sozusagen ist das WAS: der relevante Nutzen. Und das ist hier total klar. Warum möchte ich netzwerken? Warum ist das wichtig für mich? Weil ich mit Menschen in Kontakt kommen möchte, weil ich mich austauschen möchte, auch wenn ich ihnen vielleicht nicht gegenübersitzen kann. Und wenn du ein Unternehmen hast, Unternehmer bist wie ich, dann möchtest du natürlich auch Geschäft machen. Und dafür ist das Netzwerk auch wichtig.

[00:07:32] Das zweite W ist die Marke: WER? Und da stelle ich mir die Frage: Wer ist denn der richtige Absender? Also wo werden wir denn vertrauensvoll Netzwerke schmieden in der Zukunft? Wo gehen wir hin? Und ich hab eben schon mal gesagt Xing war es mal. Heute ist es vielmehr LinkedIn. Also auch meine Kontakte, und ich hab echt viele Kontakte schon immer Online gehabt, und das bewegt sich immer mehr zu LinkedIn. Weil es einfach das bessere Angebot ist. Minimale Unterschiede. Es ist gar nicht nur das internationale, würde ich sagen, aber natürlich auch weil es eine viel größere Reichweite hat. Musste man eigentlich schon lange. Also zumindest bei mir. Ich bin international unterwegs mit dem, was ich tue. Da war LinkedIn schon immer relevant.

[00:08:15] Aber Xing ist eigentlich mehr oder weniger abgemeldet. Ich hab jetzt auch tatsächlich meinen Premium Account gerade gelöscht und hab mich dann auch nochmal geärgert, weil sie es einem super schwer machen, das zu beenden. Ich finde so geht man auch nicht vertrauensvoll mit jemandem um als Marke. Also, ich muss jedem frei lassen, ob er kündigt oder nicht. Natürlich will ich einen Kunden halten, aber das mache ich nicht, indem ich einen total versteckten Abmelde-Schalter habe. Es wirklich sehr versteckt. Man musste sogar per Mail nochmal bestätigen, dass man kündigen möchte. Für mich hat die Marke damit nochmal mehr verloren.

[00:08:50] Und Marke beschädigen ist so ziemlich das Schlimmste, was du machen kannst in der heutigen Zeit. Weil die Marke soll Vertrauen aufbauen. Du willst gerne bei dieser Marke zuhause sein. Das ist im Business Kontext aus meiner Sicht heute tatsächlich LinkedIn. Und dann kannst du dort sehr aktiv werden. Beiträgen folgen auch da bildet sich dann so eine Art Filterblase. Da hadere ich noch ein bisschen, weil ich merke, nicht alles interessiert mich. Aber man kann es ja dann auch tatsächlich wegklicken, ganz bewusst und sagen: Dem möchte ich jetzt nicht mehr folgen.

[00:09:21] Weil ich habe tatsächlich auch mein Verhalten total geändert. Und das ist vielleicht die wesentliche Veränderung, wenn es darum geht, wem schenke ich mein Vertrauen oder wie baue ich Netzwerke auf. Denn heute suche ich tatsächlich “Online first” sozusagen. Ich lerne jemanden nicht persönlich erst kennen, wie es in der alten Welt noch war. Eigentlich in der Vor-Corona-Welt, muss ich sagen. Zumindest bei mir, erzähl mir gern mal, wie es bei dir ist. Ich gehe tatsächlich jetzt online auch ganz konkret auf Leute zu. Menschen begegnen mir. Früher habe ich die nicht akzeptiert. Also ich habe eigentlich keinen, den ich nicht kannte, es sei denn der klang superspannend, akzeptiert. Weil ich dachte: so nein, Netzwerk, den möchte ich vorher kennengelernt haben. Also persönlich von Angesicht zu Angesicht. Das hab ich tatsächlich vor ein paar Wochen verändert, ganz bewusst und merke tatsächlich, dass ich auch online ziemlich schnell ein Gefühl dafür habe, ob das passen kann. Ob das der richtige Mensch ist, mit dem ich mich da verdrahte. Und ich lehne auch heute noch ab. Ganz explizite Verkaufs-Netzwerkanfragen, da habe ich einfach keine Lust drauf und die klicke ich dann weg. Die ignoriere ich.

[00:10:21] Das dritte W sozusagen ist WANN, die Zeit. Und ich hab’s zu Beginn schon gesagt, Corona zwingt uns dazu. Wir werden raus geschubst oder vor die Bildschirme festgezurrt sozusagen. Und wenn nicht jetzt, wann dann? Ich glaube, wir sind gezwungen, unser Netzwerk, die Potenziale immer mehr Online, auszuloten. Und ich bin ganz gespannt, weil ich glaube, da wird sich auch eine neue Kultur des Zusammenkommens und miteinander in Austausch sein entwickeln. Und wenn ihr das Interview mit dem Motoki gehört habt vor wenigen Wochen, dann habt ihr auch von seiner Erfahrung gehört.

[00:10:54] Denn er berichtete, dass eigentlich die Teilnehmer von seinen Online Workshops ganz erstaunt waren, wie gut sie Online miteinander in Kontakt gekommen sind. Manchmal ist man vielleicht auch vorher ganz skeptisch und stellt dann fest: Ach, das geht ja doch. Ich finde, es gibt auch sehr unterschiedliche Kulturen. Da könnte ich nochmal einen eigenen Podcast zu machen, wie verschiedene Runden mit den virtuellen Formaten umgehen. Also ich bin in verschiedenen Zoom- Austauschformaten, nenne ich es jetzt mal ganz allgemein. Die verhalten sich sehr, sehr unterschiedlich. Also die Menschen prägen auch die Kultur, die Art und Weise, wie man sich dort miteinander austauscht. Und wie die Atmosphäre ist. Sehr, sehr spannend. Ich glaube auch davon werden wir sicher noch mehr sehen und hören.

[00:11:38] Und das letzte W ist die Begeisterung im Kunden Feedback. Das WARUM. Und ihr kennt das vielleicht von Freunden, die erzählen, wie es ihnen ergeht mit den ganzen Social-Media-Kanälen und dem Netzwerk, was man so spinnt. Ich merke, wie gut es tut, auch mal eben zu chatten und wie nah man sich auch tatsächlich ist, obwohl man fern ist. Das mache ich unglaublich viel. Sowohl im professionellen, eigentlich mehr im Professionellen, muss ich sagen, als im Privaten. Und die Menschen sind dann auch unglaublich nah. Manchmal rufen wir uns dann auch kurz an. Aber meistens sind wir einfach per WhatsApp oder in einem dieser vielen Chat-Kanäle unterwegs und erfreuen uns einfach daran. Einfach Hallo zu sagen. Einfach Dinge, kurze Dinge auch auszutauschen. Was natürlich supergut geht damit.

[00:12:22] Aber wir merken auch, wie wichtig es ist, mit seiner Zeit sehr bewusst umzugehen. Weil man kann sich auch total verlieren im Netzwerk Nirvana. Man kann sich ja auch den ganzen Tag berieseln lassen von diesen ganzen Strömen an Informationen, die über den Bildschirm flimmern. Ich merke, dass ich da auch immer selbst an mir arbeiten muss. Das ist nicht so einfach. Es ist natürlich super leicht, sich mal eben berieseln zu lassen im Vergleich zu, jetzt echt ein Konzept zu schreiben, was Hand und Fuß hat. Und ich teile mir meine Zeit inzwischen sehr bewusst ein. Und merke auch, dass ich meine Freiräume darin brauche und horche in mich rein, wie viel Social Media mir denn guttut. Ganz spannende Aufgabe, wie ich finde. Und wenn du da neugierig bist und tiefer einsteigen willst, hab ich ja vor kurzem meinen Superkräftekurs rausgebracht. Das ist ein kleiner Online-Kurs kostenlos. Und der hilft auch mit digitalen Tools und Methoden einfach ganz bewusst mit der Zeit umzugehen und vor allem Zeit für das zu finden, was einem selbst wichtig ist.

[00:13:27] Soviel für heute als Input von mir. Ich danke dir, dass du dir die Zeit genommen hast und freue mich, wenn du auch das nächste Mal wieder dabei bist. Wenn da jetzt eine Chance für dich dabei war, dann leg einfach los. Mach einfach mal! Ich freue mich, von dir zu hören, was du probiert hast und wie es gelungen ist. Wenn mich das Thema interessiert, geh einfach rüber zum Superkräftekurs und ich freue mich von dir zu hören. Bis dann.

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