Szenarien in der Arbeitswelt der Zukunft

Welches Bild spannt sich vor deinem inneren Auge auf, wenn du auf die Welt im Jahr 2025 oder gar zehn Jahre später schaust? 

Begrüßt uns der Friseur künftig in Form eines höflichen Roboters und weist, freundlich mit seinen Bildschirmaugen blinzelnd, zum bequemen Stuhl, auf dem er uns die Haare schneidet? Sind auf der Intensivstation außer den Patienten im Bett keine Menschen mehr zu sehen, sondern ausschließlich humanoide Arzt-Roboter, die blitzschnell von Bett zu Bett rollen, Medikationen an den Geräten justieren und den Patienten mit ihren filigranen Greifern beruhigend die Hände tätscheln?

Die Pandemie beschleunigt den Prozess: Future Skills werden wichtiger denn je

Unsere Arbeitswelt entwickelt sich derzeit schneller denn je. Die COVID-19-Pandemie beschleunigt die Digitalisierung deutlich. 

Der aktuelle „Future of Jobs Report“ des WEF Weltwirtschaftsforum oder World Economic Forum zeigt, wie stark die Pandemie unsere Arbeitswelt verändert: 

  • 83 % der Firmen haben Home Office-Arbeit deutlich verstärkt.
  • 84 % der Firmen geben an, die Digitalisierung habe sich beschleunigt.
  • Jedes zweite Unternehmen forciert die Automatisierung.

Je mehr Prozesse automatisiert und digitalisiert werden, desto mehr stellt sich die Frage: Was wird der Mensch in Zukunft übernehmen? Worin sind wir stark, und worin sollten noch stärker werden? 

Meine Überzeugung ist: Alles Komplizierte kann und sollte digitalisiert werden. Denn diese Routineaufgaben sind auf Dauer nichts für den Menschen. 

Aber keine Sorge: Sowohl die Friseurin als auch die Ärztin erledigen alles andere als Routineaufgaben – von der sozialen Komponente ganz abgesehen. 

Ich bin fest überzeugt, dass wir uns auf lange Sicht nicht unter eine Roboterhand begeben, wenn wir uns die Haare schneiden lassen. Und auch die beste KI im Roboter wird nicht die Erfahrung und Intuition des (Intensiv-) Mediziners ersetzen. Aber sie kann unterstützen und Mensch und Maschine Hand in Hand arbeiten lassen, so dass der Arzt mehr Zeit für seinen Patienten hat.

Es bleiben eine Menge Tätigkeiten, die nur wir Menschen übernehmen können. Und dafür sollten wir uns, sollte sich jeder einzelne Mensch, aufstellen. Die spannende Frage lautet ja: Wie gut sind wir, bist du, darauf vorbereitet? Und was genau sind die Fähigkeiten, die dich fit machen für die Zukunft? 

Welche Future Work Skills werden wichtiger?

Alle fünf Jahre gibt das WEF in seinem „Future of Jobs Report“ einen Überblick über die Zukunft der Arbeit. Darin listet es die Fähigkeiten auf, die in Zukunft wichtiger werden.

Der im Oktober 2020 erschienene, aktuelle Bericht zeigt die zehn zentralen Fähigkeiten für das Jahr 2025. 

Spannend ist die Verteilung der wichtigsten Future Work Skills

  • Problemlösung
    • Analytisches Denken und Innovation
    • Lösen komplexer Probleme
    • Kritisches Denken und Analyse
    • Kreativität, Originalität und Initiative
    • Argumentation, Problemlösung, Ideenfindung
  • Selbstmanagement
    • Aktives Lernen und Lernstrategien
    • Resilienz, Stresstoleranz und Flexibilität
  • Technologieanwendung
    • Technologieeinsatz, -monitoring und -kontrolle
    • Technologiedesign und -programmierung
  • Arbeit mit Menschen
    • Führung und sozialer Einfluss

Den größten Block nimmt also das Lösen von Problemen ein – und zwar mit zutiefst menschlichen Skills wie Kreativität, Ideenfindung oder Innovation. Ermutigend, oder? Das in der Vergangenheit so relevante Thema der Führung deckt sich für mich etwas überraschend nur mit genau einem Skill, nämlich Führung und sozialer Einfluss.

Zum Vergleich: In meinem Buch habe ich die Top 10 Skills aus den vergangenen zwei Future of Jobs Reports gegenübergestellt. Das Lösen komplexer Probleme war dort schon auf dem Top-Platz und liegt auch weiterhin unter den Top 3 Skills der Zukunft.

Quelle: „Die Zukunft ist menschlich“

 

Verändert hat sich die Proportion der wichtigen Fähigkeiten, weg von der Arbeit mit anderen, hin zu mehr Problemlösungsfähigkeiten und Selbstmanagement. Diese Entwicklung ist vor dem Hintergrund, dass wir voraussichtlich auch in der Zukunft mehr Home Office und verteiltes Arbeiten sehen werden, umso spannender. 

Es stellt sich die Frage, wie uns bei veränderten äußeren Bedingungen und räumlichem Abstand gutes Teamwork gelingen kann. Denn kaum jemand wird seinen Job ganz alleine erledigen. Zum Thema verteiltes Teamwork werden wir experimentieren und regelmäßig neue Antworten entwickeln müssen.  

Zukunfts-Jobs mit Future Skills

Wenn wir uns nun gezielt die Frage stellen, welche Jobs konkret wichtiger werden, dann ist das Bild eindeutig:

  • Wir erleben einen deutlich steigenden Bedarf in vielen technologieorientierten Berufen.
  • Gleichzeitig sinkt der Bedarf in allen Routine-Jobs, inklusive einiger, die technologienah sind, wie etwa die Dateneingabe.

Was mich am meisten erstaunt hat? Die Tatsache, dass selbst administrative Angestellte und Chef-Sekretäre unter den Top-Verlierern sind. Sollte man doch meinen, dass sie auch eine soziale, persönliche Rolle spielen, die von der Maschine kaum zu ersetzen ist. 

Andererseits organisieren digitale Kalender perfekt Termine, Flug- und Hotelbuchungen sind inzwischen schneller selbst erledigt, als dass ich jemandem erkläre, was genau gewünscht ist, und per Mail oder Kollaborations-Tool bin ich ohnehin direkt mit meinen Gesprächspartnern verbunden. Da wird schon lange keiner mehr gebraucht, der Faxe oder Briefe auf den Weg bringt.

Verlierer in der Future Job-Liste

Die Digitalisierung greift bei einigen Jobs hart durch, sie werden überflüssig. Dies betrifft vor allem viele sogenannte Sachbearbeiter-Stellen. So hart das auch klingen mag: Hier ist es höchste Zeit, sich umzuschauen und fortzubilden. Neue Perspektiven zu suchen und Ziele zu setzen. (Es sei denn, du stehst kurz vor deinem Ruhestand.)

Zu den Jobs mit stark sinkender Tendenz gehören:   

  1. Dateneingabe-Sachbearbeiter
  2. Administratives Personal und Chef-Sekretäre
  3. Sachbearbeiter in Buchhaltung, Buchführung, Lohnbuchhaltung
  4. Buchhalter und Wirtschaftsprüfer
  5. Montage- und Fabrikarbeiter
  6. Manager für Geschäftsdienstleistungen und Verwaltung
  7. Mitarbeiter für Kundeninformation und Kundenservice
  8. Geschäfts- und Betriebsleiter
  9. Mechanik und Maschinenreparaturen
  10. Sachbearbeiter für Materialerfassung und Lagerhaltung

Bei all diesen Jobs ist leicht erkennbar, dass die Digitalisierung ihre Aufgaben nach und nach übernimmt. Wir kennen bereits die optische Erkennung von Materialien, digitale Lagerhaltungssysteme, die Roboterarme in der Montage oder sensor- und KI-optimierte Maschinen.  Und seit neue KfZ zunehmend mit Sensoren ausgestattet sind, passieren weniger Unfälle im Umkehrschluss haben KfZ-Werkstätten weniger Reparaturaufträge.

67 % aller Tätigkeiten übernahm im Jahr 2020 der Mensch, beziffert der WEF-Report. Und prognostiziert, dass dieser Anteil bis 2025 auf 53 % zurückgehen wird. Ein enormes Tempo, und umso gespannter schaue ich auf den Part, der bleibt. Die interessanten Aufgaben.

WEF World Economic Forum Future of Jobs Report - Rate of automation

Gewinner und nötige Future Work Skills

Zu den Gewinnern für die Zukunft der Arbeit gehören ausschließlich Menschen mit Digitalkompetenzen. Es sind digitale oder datenbezogene Jobs, die stark wachsen:

  1. Datenanalysten und -wissenschaftler
  2. Spezialisten für KI und Maschinenlernen
  3. Big Data-Spezialisten
  4. Spezialisten für Digitales Marketing und Digitalstrategie
  5. Prozessautomatisierungs-Spezialisten
  6. Geschäftsentwicklungsexperten
  7. Spezialisten für digitale Transformation
  8. Analysten für Informationssicherheit
  9. Software- und Anwendungsentwickler
  10. Spezialisten für das „Internet der Dinge“

Du siehst: Wir müssen nicht alle programmieren lernen, damit wir die Maschinen beherrschen und sie programmieren können. Klar; Jeder Mensch mit Freude daran darf dies gerne tun. Ich gehöre selbst dazu ? Als bekennende Wirtschaftsinformatikerin liebe ich es, als Übersetzerin zwischen Algorithmen und der realen Welt unterwegs zu sein. 

Ich meine auch, dass wir unseren Kindern eine Chance geben sollten, sich dafür zu begeistern und Bildung entsprechend aufzustellen. Aber nicht zwingend muss jeder coden, um eine Zukunft zu haben. 

Elementar jedoch ist eine generelle Offenheit dem Digitalen gegenüber. Zu verstehen und zu verinnerlichen, wie „es“ tickt, ist dabei für jeden Einzelnen unerlässlich. Zumindest für alle, die aktiv die Zukunft gestalten wollen.

Du hättest nicht bis hierhin gelesen, wenn du nicht dazu gehören würdest ?

Fortbildung ist für die Future Skills gefragt

Gewaltig wirkt eine andere Zahl: Die Unternehmen geben an, 50 % ihrer Mitarbeiter werden in den kommenden fünf Jahren eine Umschulung oder Weiterbildung benötigen, um für den Arbeitsmarkt fit zu bleiben. 

WEF World Economic Forum Future of Jobs Report - Reskilling needs

Wow, 50 %? Jeder Zweite, innerhalb der nächsten fünf Jahre. Das ist eine Menge! Wie soll das gelingen?

Klar, bereits jetzt stehen zahlreiche Fort- und Weiterbildungen, Kurse und Intensiv-Workshops zur Verfügung. Allein die Arbeitsagentur bietet eine ganze Batterie an Umschulungs- und Fortbildungsmaßnahmen für jedes Level. 

Pandemiebedingt wurden zudem unglaublich viele Online-Schulungen gestartet. Insofern besteht große Hoffnung, dass jeder, der eine Fortbildung benötigt, diese auch findet oder vom Unternehmen bereitgestellt bekommt. Dabei ist Eigeninitiative mehr denn je gefragt. 

Wie starten in die Future Skills?

Eines ist heutzutage klar: Wir lernen lebenslang. Die Welt befindet sich im stetigen Wandel, und es kann sehr reizvoll sein, unser berufliches Dasein als Weg statt als Ziel zu begreifen. Wir fragen nicht mehr “Was willst du mal werden?”, sondern “Welchen Pfad willst du einschlagen?”. Wir sind nicht einmal im Job angekommen, sondern entwickeln uns stetig weiter. 

Dabei kommt es in der Zukunft noch weniger auf Sach- und Fachwissen als auf unsere Haltung an. Die Art, wie wir Dinge angehen. Das WIE, nicht WAS entscheidet. 

Wie wir etwa digitale Tools und Technologien in die Lösung von Aufgaben einbeziehen. Wie wir die nächste Herausforderung angehen. Und nicht: Was wir darüber wissen.

An dieser Stelle findet sich der wesentliche Paradigmenwechsel zur Vergangenheit. Und während unsere Schulen noch immer überwiegend das WAS vermitteln, sollten wir in Methoden und Strategien investieren, die uns dabei helfen, wie wir die Zukunft gestalten.

Was ist es, was du als nächstes lernen willst? Wie willst du dich für die Zukunft fit machen?

Was kannst du konkret tun?

Mein Tipp ist: Gehe positiv an diese Aufgabe. Sieh das Glas halb voll, nicht halb leer. Klar, du könntest jetzt den Kopf in den Sand stecken (aber,  da bin ich sicher, wärst du nicht bis hierhin gelangt?). Du kannst aber auch aktiv in die Gestalterrolle schlüpfen und deinen Job und deine Perspektive mit Future Skills „pimpen“. 

Das Wichtigste ist: Du beginnst. Und du startest jetzt mit neuen, kleinen Gewohnheiten in eine positive und chancenreiche Zukunft.

Wenn du magst, begleite ich dich dabei. Mit wenigen ersten Schritten lässt sich viel bewegen.

Leg gleich los: 

  1. Mach den Test: Wie zukunftsfähig ist dein Job?
  2. Nimm am kostenfreien Superkräfte-Kurs teil. Hier lernst du erste Zukunftskompetenzen, die garantiert sofort wirksam werden.
  3. Wenn du Lust hast an Programmen teilzunehmen, die ich vorbereite, dann trag dich in die Warteliste für den Zukunftsjob ein

Ganz gleich, wie schnell die Entwicklung auch sein mag: Du bist gewappnet und gestaltest die digitalisierte Welt mit. Und zwar zu einem Ort, den wir alle lieben werden – mit echten, menschlichen Friseuren, mit denen wir beim Haareschneiden plaudern können und dem herzlichen Mediziner, der uns geheilt und mit einem Lächeln von seiner Station entlässt. 

Ich wünsche dir von Herzen viel Erfolg ?


P.S. Wenn du jetzt noch nicht genug hast, dann lies oder höre hier weiter:

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